Häufige Fragen

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Häufige Fragen

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Informationen rund um unsere Garnelen zusammengestellt.  

 

Welche Lebensbedingungen finden die frischen Garnelen in Grevesmühlen vor?

Die Aufzucht ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung. Die Garnelen wachsen zwar in einem künstlich erschaffenem, aber dem natürlichen bestmöglich nachempfundenem und damit artgerechtem Lebensraum auf. Die Besatzdichte entspricht etwa der Schwarmdichte in der Natur. Das Futter wird nach dem Geschmack und den Bedürfnissen der Garnelen gemixt. Wir beziehen auch das aus der Region. Mit unseren technischen Anlagen schaffen wir eine schonende Heimat für die Garnelen und erfüllen die Naturschutz- und Umweltauflagen. Wir achten auf die Farbe, die Größe, die Beweglichkeit und vor allem auf die Einzigartigkeit unserer Zucht. Die Wasserparameter werden ständig überprüft, sodass sich die Garnelen in jedem Stadium ihrer Entwicklung wohlfühlen.

Woher kommen die Larven und was fressen sie?

Die millimeterkleinen Larven finden ihren Weg von Florida aus nach Grevesmühlen. Sie schwimmen während des Transportes in mit Salzwasser und genügend Sauerstoff präparierten Beuteln, die in wärmeisolierten Kisten auf die Reise geschickt werden.

Es handelt sich um Tiere der Gattung Litopenaeus vannamei, die auch als White Tiger Prawns bekannt sind. Von den jungen Tieren sind fast nur die Augen zu sehen, weil die durchsichtigen Körper im Wasser weitgehend unsichtbar sind. Ihre Ernährung verändert sich im Lauf der vielen Lebensphasen. Die erste Fütterung basiert auf mikroskopisch kleinen Algenzellen, die voller wichtiger Nährstoffe für die Entwicklung der Larven sind. Mit zunehmender Größe verändert sich der Anspruch an das Futter von Kleinkrebsen zu Würmern und Jungfischen. In der Zucht brauchen Garnelen vor allem Proteine für ein schnelleres Wachstum. In ca. vier bis sieben Monaten sind die Garnelen in unterschiedlichen Größen reif für eine leckere Mahlzeit.

Was macht Garnelen zum Super-Food?

Garnelen sind eine kalorienarme Mahlzeit. Sie haben einen hohen Eiweißgehalt, ihr Fettanteil ist gering - ein perfektes Brainfood oder „Super-Food“ also, eine ausgewählte Nahrung für das Gehirn und eine ausgezeichnete Eiweißquelle für Sportler und Fitnessfans. Für alle, die auf das Low-Carb-Prinzip setzen, bieten sich Garnelen erst recht an. Sie sind nämlich völlig frei von Kohlenhydraten.

Diese gesunde Nährstoff-Kombi sorgt dafür, dass Garnelen sehr gut sättigen und zu Recht als perfektes „Futter“ für Gehirn und Muskeln gelten. Wer einen flachen Bauch oder ein „Sixpack“ haben möchte, sollte das kalorienarme, weiße Fleisch auf den Speiseplan setzen. Außerdem haben Garnelen einen hohen Omega-3 Gehalt. Die wichtigen Omega-3-Fette sind vor allem in Meerestieren zu finden und gehören auf jeden ausgewogenen Speiseplan. Vom reinen Genuss unserer Garnelen einmal ganz abgesehen.

Eignen sich Garnelen auch für stillende Frauen?

Ja. Für Mütter, die ihr Baby stillen, gehört Jod zu den ganz besonders wichtigen Nährstoffen. Garnelen versorgen Mutter und Kind großzügig mit dem seltenen Stoff. So ganz nebenbei ist dieses Spurenelement unverzichtbar für eine gute Funktion der Schilddrüse.

Wie werden Garnelen im Ausland genannt?

Die kleinen Tierchen, die eigentlich im Pazifik zuhause sind, haben unterschiedliche Bezeichnungen:

  • Shrimps: die englische Bezeichnung für unsere kleine Garnelenart.
  • Prawns: die englische Bezeichnung für eine größere Garnelenart. Sehr große Exemplare werden auch unter den Namen King-Prawns, Tiger-Prawns oder Jumbo-Prawns gehandelt.
  • Krabben: die zoologisch falsche Bezeichnung (Krabben haben nämlich Scheren, Garnelen nicht) für eine kleine Garnelenart aus Nord- und Ostsee.
  • Granat: eine andere Bezeichnung für die Krabben genannten Nordseegarnelen.
  • Krevetten: die französische Bezeichnung für Garnelen.
  • Gamberetti: die italienische Bezeichnung für Garnelen.
  • Gambas, Langostinos: die spanischen Bezeichnungen für Garnelen.
Welchen Stammbaum haben Garnelen?

Garnelen gliedern sich in vier große Familien: die Geißelgarnele (Penaeidae), die Tiefseegarnele (Pandalidae), die Felsengarnele (Palaemonidae) und die Sandgarnele (Crangnidae).

Bei der Gattung der Krustentiere wird zwischen Kurzschwanzkrebsen und Langschwanzkrebsen unterschieden. Die Garnele zählt gemeinsam mit dem Hummer, der Languste, dem Flußkrebs und Scampo zu den Langschwanzkrebsen. Die von uns gezüchtete Art gehört zu den Penaeidae und heißt "Litopenaeus vannamei". Sie ist die mit ca. 85 % Anteil an allen Speisegarnelen meist gezüchtete Art. Sie ist auch bekannt als die "White-Tiger-Garnele", "Weißbeingarnele" oder auch "Pacific White Shrimp". Und da ist sie auch von Natur aus zu finden: An der tropischen und subtropischen, pazifischen Ostküste bei Wassertemperaturen von ganzjährig über 20°C.

Zoologisch betrachtet rechnet man die Garnele den Zehnfüßern zu. Die vielen tausend Garnelen-Arten werden nach Größe und Lebensraum (Wassertiefe) eingeteilt. Es gibt zwei Gruppen von Garnelen: Tiefsee- und Kaltwasser-Garnelen einerseits und Warmwasser-Garnelen, die aus flacheren und damit wärmeren Küstengewässern stammen, andererseits.

Wie warm und salzhaltig muss das Wasser sein?

In 4 großen Wasserbecken tummeln sich die kleinen Tierchen bei 28 bis 29 Grad. Das ist optimal für ihren Stoffwechsel und den Temperaturen ihrer natürlichen Umgebung angepasst. In der Halle herrscht eine fast tropische Luftfeuchtigkeit und konstant eine Temperatur von 32 Grad Celsius. Ein Klima wie in den Mangrovenwäldern, der Heimat der White Tiger Prawns in Lateinamerika.

Die Wärme für unsere Garnelenzucht kommt aus biologisch erzeugter Fernwärme. Und: Jedes der insgesamt vier ca. 5 x 33 Meter großen Becken beinhaltet 85.000 Liter Wasser und 2,6 Tonnen Meersalz.

Eignen sich Garnelen zum Abnehmen?

Garnelen machen nicht dick: Das Eiweiß sorgt für eine gute Sättigung, und das bei extrem wenig Fett und einem erfreulich niedrigen Kaloriengehalt. Für eine Diät sind Garnelen ein idealer Partner. Sie bestehen zu rund 78 Prozent aus Wasser, etwa 20 Prozent aus Eiweiß und bis zu 2 Prozent aus Fett, darunter die wertvollen OMEGA-3-Fettsäuren. Deshalb haben 100 Gramm nur 87 Kilokalorien.

Wie unterscheiden sich Garnelenprodukte und wie werden sie international bezeichnet?

Lat: Penaeidae (Geißelgarnele); D: Garnele; GB: Shrimp; Prawn; F: crevette; E: camarón, gamba, chacalín; I: gamberetto

HOSO: mit Kopf und Schale
HLSO: ohne Kopf, mit Schale 
PND: ohne Kopf, ohne Schale, entdarmt
PTO: ohne Kopf, ohne Schale, mit Schwanzsegment
EZP: ohne Kopf, mit Schale eingeschnitten, entdarmt 

Wofür steht eigentlich HACCP?

Wir messen der Lebensmittelsicherheit neben artgerechter und nachhaltiger Produktion eine große Bedeutung zu und haben mit Strukturen und klar verteilten Verantwortlichkeiten und Aufgaben ein System eingefügt. Basis sind die HACCP-Grundprinzipien. Das „Hazard Analysis and Critical Control Points“) besteht aus sieben Regeln:

1. Analyse von Gefahren,
2. Identifikation von kritischen Kontrollpunkten,
3. Festlegung von Grenzwerten,
4. Einführung eines Überwachungssystems,
5. Umsetzung von Korrekturmaßnahmen für den Fall von Abweichungen,
6. Durchführung von Evaluierungsmaßnahmen und
7. Erstellung einer Dokumentation.

Alle Parameter der gesamten Produktionskette werden regelmäßig durch uns und externe Kontrollen überprüft. Wir arbeiten transparent, nehmen alles genauestens unter die Lupe und setzen höchstmögliche Standards für ein sicheres und genussvolles Produkt. Genießt unsere frischen Garnelen, wir wünschen guten Appetit!.

Was bedeutet bei der Garnele eine Schwarzfärbung im Kiemenbereich?

Es ist eine völlig unbedenkliche Verfärbung. Sie hat keinen Einfluss auf die Konsistenz und entsteht durch das Enzym Polyphenoloxidase (PPO) unter der Schale. Die Schwarzfärbung verschwindet, wenn Sie die Garnele unter fließendes Wasser halten.